Schulbau

Der Schulbau, unser Hauptprojekt, begann im März 2014, als Thomas und Basti gemeinsam nach Ghana geflogen sind. Zunächst gar nicht mit dieser Intention vor Ort, haben wir uns gemeinsam mit unserem Gastvater diese Idee durch den Kopf gehen lassen. Da Ben bereits eine Schule betreibt und ein weiteres Grundstück besitzt, das nicht genutzt wurde, haben wir uns dazu entschlossen, den Kindern vor Ort zu helfen. Das Grundstück wurde von Ben zur Verfügung gestellt und die ersten Säulen hoch gezogen. Die Schule soll einmal 250 Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren Platz bieten. Hier lest ihr, was wir innerhalb der Schule an weiteren Projekten planen, da der Bau eine langwierige Angelegenheit ist und wir Zwischenstops einlegen werden:

Mülltrennung

Dieses Ziel klingt im ersten Moment für uns Europäer etwas untergeordnet. Aber betrachtet man das Verhalten der Einwohner vor Ort, wie sie ihren Müll einfach auf den Boden werfen, dann versteht man dieses Ziel. Unser Ansatz ist, dass Kinder in der Schule zunächst lernen, den Müll in die dafür vorgesehenen Mülleimer zu werfen. Und langfristig soll dieser Müll natürlich auch getrennt werden. Aber eins nach dem anderen. Auch wenn es in der Gegend um unsere Schule kaum in Anspruch genommen wird, so gibt es doch die Möglichkeit, den Müll monatlich abholen zu lassen.

Freiwilligendienst

Der Freiwilligendienst bzw. das Interesse an Praktika an Schulen im Ausland ist ein großes Thema unter den frisch gebackenen Abiturienten und Studenten. Thomas war in der Vergangenheit mit der Organisation Praktikawelten in Ghana, die jungen Leuten eine entspannte und inhaltlich wertvolle Zeit vor Ort ermöglicht. Dabei gehen die sogenannten Volunteers in einzelne Projekte (überwiegend Schulen) und versuchen dort zu helfen. Damit sie aber nicht nur für Ablenkung sorgen, müssen sie auch über den aktuellen Lernstand informiert sein und vor allem mit eingebunden werden. Wir ermöglichen dies durch wöchentliche Reports unserer Lehrer (Klassenbücher - bisher in ghanaischen Schulen nicht im Einsatz) und der Einsicht in unser Lehrmaterial, wenn die Freiwilligen vor Ort ankommen. Außerdem helfen sie uns dabei, einzelnen Schülern, die vielleicht mit dem Rest der Klasse nicht mithalten können, eine individuelle Hilfe zu sein.

Playground

Als wir dieses Thema zum ersten Mal betrachtet haben, geschah das aufgrund von Vergleichen mit anderen Schulen: Was können wir bieten, was relativ leicht umzusetzen ist und trotzdem sehr effektiv? Die Antwort, weshalb man auf einen Spielbereich kommt, ist simpel: Die meisten Eltern der Gegend können ihren Kindern die Schule jetzt schon nicht ermöglichen. Einerseits weil sie keine Arbeit haben, aber meist auch, weil sie sich um ihre Kinder kümmern müssen und nicht viel arbeiten gehen können. Wir wünschen uns, dass die Kinder an unsere Schule kommen, um ihre Freizeit dort zu verbringen statt auf der Straße. Die Eltern werden entlastet, gerade auch in der Ferienzeit (ca. 11 Wochen im Jahr); außerdem haben die Freiwilligen, die in der Zeit in Ghana sind, gleichzeitig etwas zu tun und die Kinder haben soziale Kontakte. Alles in Allem eine gute Investition.

Toiletten

Jetzt will man meinen, dass dieses Thema, gerade mit dem Blick auf Hygiene, eines der Wichtigsten sei. Dem stimmen wir zu, auch wenn es die Menschen vor Ort nicht so betrachten würden. Und es geht ihnen gesundheitlich überwiegend sehr gut. Das hilft uns dabei, die aktuelle Situation erstmal aushalten zu können, denn: Die aktuelle Toilette ist im Prinzip nur ein großes Loch im Boden und es gibt verschiedene Möglichkeiten, dort anständige Toiletten zu installieren, da die klassische Variante mit Wasserzuleitung und Abflussrohr nicht umsetzbar ist. Aber um unsere bevorzugte Variante, die BioFill Toilette zu installieren, müssen wir zunächst die letzten vier Klassenräume der unteren Etage fertig stellen. Denn erst dann können die Toilettenräume angebaut, der Wassertank darüber angebracht (um den Wasserdruck zu gewährleisten) und der Abflusstank installiert werden.

Zaunbau

Uns liegt der Zaunbau ebenfalls sehr am Herzen, da die Fläche doch sehr groß ist und gerade die kleinen Kinder gerne mal nach draußen auf die Straße laufen. Außerdem hält es zu einem gewissen Teil die "Interessenten" der Schulmöbel fern.

Wasserversorgung

Wir gewährleisten bereits jetzt schon, dass die Kinder mit den sogenannten "Pure Water Packs" versorgt sind. Dies sind Plastikbeutel, die mit einem halben Liter befüllt sind. Man beißt eine kleine Ecke ab und drückt oder saugt sich das Wasser in den Mund. Wie CapriSonne ohne Strohhalm. Aber auf Dauer ist der Müll vermeidbar; daher wünschen wir uns die Installation von Wasserspendern.